Thief´s Quest – Das Interview!

Unser Retro-Videospiel-Projekt Thiefʼs Quest: Das Auge der Ewigkeit (das ich euch vor einiger Zeit vorgestellt habe) blüht, wächst und gedeiht: alle Maps sind gemapped, die Intro-Sequenz steht, das Kampfsystem ist bereit, ganze Horden von Monstern zu verprügeln. Kurzum: wir kommen gut voran, auch wenn uns das Leben zwischendurch den einen oder anderen Knüppel zwischen die Beine wirft.

Ich dachte, ich nutze die Gunst der Stunde, und stelle mal euch den Mann vor, mit dem ich das Spiel umsetze: Marcel, besser bekannt als KIAS. Also lauschet andächtig, denn er hat eine Menge Interessantes zu berichten!

Hi, Marcel, erzähl uns doch ein bisschen was von Dir!

Hallo, Dane! Danke für die Gelegenheit, hier zu sein. Mein Name ist Marcel Eberhard, besser bekannt bin ich jedoch unter dem Namen KIAS. Ich bin ein Hobby Spieleentwickler und Gamedesigner und nebenbei auch noch in der Rap-Szene unterwegs.
Angefangen habe ich mit der Spieleentwicklung ca. 2005, also bin ich schon ein Weilchen dabei. Seit Juni 2017 arbeite ich an meinem Langzeitprojekt The Seventh Warrior, ein klassisches Retro-RPG, welches als kommerzieller Release geplant ist.
Momentan arbeite ich daran, eine vollständige Demo des ersten Kapitels fertigzustellen, welche sämtliche Features beinhalten soll, um einen guten Eindruck zu bekommen, in welche Richtung das Spiel gehen soll und was es zu bieten haben wird. Nach dem Release strebe ich dann eine Kickstarter-Kampagne oder Ähnliches an, um die Entwicklung des Spiels finanzieren zu können.
Ansonsten bin ich ein ziemlicher Anime-Fan, mache wie erwähnt Rapmusik (und das auch schon seit 2006) und nehme dabei auch an diversen Turnieren als KIAS teil.

Marcels eigenes Projekt: The Seventh Warrior

Ich merke schon, Du kannst Dich über mangelnde Hobbies nicht beklagen! Was genau machst Du bei TQ?

Ich kümmere mich um die gesamte Entwicklung des Spiels, angefangen vom Erstellen der Maps/Umgebungen, über das Designen und Editieren von Grafiken bis hin zum Programmieren. Also, quasi alles was so anfällt, mit ein paar Ausnahmen.

Wie zum Beispiel dieser klobigen Angelegenheit namens „Das Skript“, harhar. Deine Maps für das Spiel sind wunderschön, mit einem Auge für liebevolle Details. Alles wirkt stimmig und lebendig. Hast Du bestimmte Spiele, die Dir als Vorbilder dienen? Was sind Deine Einflüsse?

Dankeschön! Meine Einflüsse sind hauptsächlich die klassischen RPG’s/Action-Adventures, wie z.B. Secret of Mana, Terranigma, Chrono Trigger, The Legend of Zelda, Breath of Fire und dergleichen. Allerdings versuche ich meine Maps detailreicher und lebendiger zu gestalten, als meine Vorbilder.

Was macht für Dich ein gutes (J)RPG aus? Und hast Du ein absolutes Lieblingsspiel in dem Genre?

Ein gutes (J)RPG muss nach meinen Maßstäben vorallem eine interessante Story bieten, die den Spieler mitreißt, möglichst mit unerwarteten Wendungen. Die Protagonisten sollten ebenfalls interessant gestaltet sein. Am besten funktioniert ein RPG, wenn der Spieler die Charaktere in sein Herz schließen und mit ihnen mitfühlen kann. Klingt vielleicht etwas überzogen, aber ich glaube es ist klar, was ich meine.
Die Grafik spielt natürlich auch eine Rolle, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Auch das Kampfsystem, welches in (J)RPG’s ja oft eine zentrale Rolle einnimmt, sollte gut durchdacht und designed sein, damit es auch dauerhaft Spaß macht.
Mein absoluter Genre-Favorit ist Breath of Fire III von Capcom! Ich liebe dieses Spiel – bis zum heutigen Tage, habe ich es bestimmt um die 15-20 Mal durchgespielt. Die Story ist einfach super, die 2.5D Grafik hat auch heute noch ihren Charme und die Pixel-Art Charaktere sind liebevoll gestaltet und animiert worden. Auch das Kampfsystem war super und die Gegner wurden sehr aufwendig und mit Liebe zum Detail gestaltet und animiert. Die Inspiration zu dem Kampfsystem meines Spiels kommt übrigens direkt von der Breath of Fire Reihe.

Ha, ausgerechnet Teil 3 der Reihe habe ich noch nicht gespielt – aber Du machst mich neugierig! Neben TQ arbeitest Du auch wie oben erwähnt an einem eigenen RPG-Projekt: The Seventh Warrior – das nebenbei bemerkt fantastisch aussieht (und auch der Grund war, warum ich TQ unbedingt mit Dir machen lassen wollte). Erzähl uns doch bitte mehr über das Spiel!


Vielen Dank, für die Blumen! The Seventh Warrior ist ein vom „Retro-SNES-Style“ inspiriertes RPG, welches die Geschichte von Dark, dem Kronprinzen der Hölle erzählt, der vor 1.000 Jahren nahezu die gesamte Welt eroberte, jedoch letztendlich scheiterte und versiegelt wurde.
Heute, 1.000 Jahre später, kehrt der finstere Dämon zurück, mithilfe einiger machthungriger Narren, die dem Irrtum erliegen, sie könnten seine Macht kontrollieren, um ihre Weltherrschaftspläne zu verwirklichen – doch weit gefehlt!
Natürlich ist Dark nach seiner langen Gefangenschaft mehr als nur „not amused“ und so müssen sie leider auf die harte Tour lernen, dass mit Dämonen nicht zu spaßen ist. Getrieben von dem Verlangen nach Rache, will Lord Dark die Welt nun erneut unterwerfen, um sich seinen Platz als alleiniger Herrscher über die Menschheit zu sichern.
Doch die Dinge sind nicht ganz so einfach wie beim letzten Mal: Vor 1.000 Jahren hatte Dark Tausende von Dämonen, Untoten und Orks unter seinem Kommando. Nun ist er auf sich gestellt. Langsam aber sicher wird Dark bewusst, dass sich die Welt, die er einst unterwarf, sehr verändert hat. Die großen Reiche, die er einst bekämpfte, gibt es lange nicht mehr, neue Länder wurden entdeckt und neue Kriege bedrohen den Frieden der Welt. Und so scheint es, dass unser Dämon nur eine von vielen Bedrohungen ist, die die Welt in’s Chaos stürzen könnte …
Wenn Du es leid bist den strahlenden Helden zu mimen und Du eher die Welt unterwerfen würdest, als sie zu retten; wenn du eine humorvolle, herausfordernde, epische Spielerfahrung suchst und Retro-RPG’s liebst, dann bist du bei TSW genau richtig!

Dämon Dark in The Seventh Warrior

Du hattest mich schon bei „Kronprinz der Hölle!“ Wie und wo kann man The Seventh Warrior unterstützen?

Unterstützen kann man das Projekt derzeit über Patreon und Ko-fi! Ich freue mich über jede Unterstützung und es hilft der Entwicklung sehr!
Verfolgen kann man das Projekt auch gerne auf Twitter oder noch besser auf dem offiziellen Discord Server 🙂

Hab vielen Dank für das Interview! Ich freue mich schon wie ein Schnitzel darauf, der Weltöffentlichkeit Thiefʼs Quest vorzustellen!

Sehr gerne!

Runa ist live!!!

Ich liebe Comics.

Habe ich immer getan, werde ich immer tun. Es liegt eine ganz besondere Magie in der Verquickung von Bild und Wort, die mich unaufhörlich fasziniert.

Dementsprechend loderte der Wunsch, eines Tages mal einen eigenen Comic zu veröffentlichen, in meinem Herzen, seit ich ein kleiner Steppke war.

Leider gab/gibt es da nur ein Problem …

… ich kann nicht für saure Eulenkacke zeichnen!

Im Laufe der Jahre gab es immer wieder mal ein vages Aufflackern von Hoffnung, als ich mit einigen Zeicher/innen in Kontakt trat. Doch diesem oder jenem Grund kamen wir dabei nie über „man könnte doch mal“ und „wäre es nicht cool, wenn …?“ hinaus.

Also schob ich mit einer Träne im Auge meine Comic-Ambitionen auf unbestimmte Zeit zur Seite. Vielleicht sollte es einfach nicht sein. Vielleicht musste der Traum ein Traum bleiben.

Dann bekam ich den Tipp, mir Patricia Pamulas Arbeiten mal anzusehen.

Ich hatte keine Story, keine Hauptfigur, nicht mal eine Prämisse – aber ich wusste sofort, dass wir zusammen einen Comic machen mussten!

Also schrieb ich sie an. Und zu meinem absoluten Erstaunen … sagte sie Ja! Und nicht nur dass, sie brachte auch Noah Whyler, ihren Partner und ebenfalls begnadeten Künstler, mit an Bord.

Und wo vorher Null Ideen waren, explodierte nun ein ganzes Universum von Ideen, Charakteren und Geschichten!

Runa war geboren. Frech, unsicher, tapfer und mit besonderen Talenten ausgestattet, ist sie auf der Suche nach ihren Eltern, von denen sie in jungen Jahren getrennt wurde. Um sie zu finden, reist sie querfeldein durch ihre Heimat, den verrückten, gefährlichen und im wahrsten Sinne des Wortes wundervollen Planeten Jard (sprich: Dschard), irgendwo zwischen den Multiversen. Dabei begegnen ihr –

Okay, am besten, ihr lest das Ganze selbst.

Denn der Traum ist wahr geworden – unser Webcomic Runa ist jetzt online:

www.runacomic.com

Jeden Montag gibt es dort – pünktlich zur Mittagszeit – eine neue Seite ihrer Abenteuer – auf deutsch und auf englisch.

Neugierig geworden? Dann riskiert mal einen Blick – wir freuen uns auf euch.

Aber seid gewarnt: Es wird ein wilder Ritt!*

*Und ja, ein Teil von mir – der kleine, comics-vergötternde Dane von damals – kann es immer noch nicht fassen, dass ich diese Zeilen hier schreibe! Mein eigener Comic!!!!!

Interview mit Klingenherz-Illustratorin Elif Siebenpfeiffer

Eine der glücklichsten Fügungen der letzten Zeit war, dass ich Elif Siebenpfeiffer als Illustratorin für meine neue Reihe Die Ritter von Danmor gewinnen konnte. Schon ihr Cover für Klingenherz, den Auftakt der Reihe, hat mich von den Socken gehauen – es war, als habe sie in meinen Kopf geschaut und auf Papier gebracht, was sie dort gesehen hat. Nur hundert Mal besser.

Nicht nur der nächste Danmor-Band („Schattenpakt“) ist gerade in Arbeit, sondern auch das zweite Cover – nicht mehr lange und ich kann es mit euch teilen. Um euch die Wartezeit zu versüßen, findet ihr hier ein kleines Interview mit Elif – begleitet von einigen Stücken aus ihrem eindrucksvollen Portfolio!

Wann hast Du festgestellt, dass Zeichnen deine große Leidenschaft ist?
„Ich habe mit etwa 12-13 angefangen, mehr zu zeichnen, um auch gezielt Geschichten damit erzählen zu können, aber gleichzeitig habe ich auch begonnen zu schreiben, Fotos zu machen, Rollenspiel zu spielen und einfach viele verschiedene kreative Tätigkeiten ausprobiert. Lange habe ich tatsächlich auch geglaubt, besser schreiben als zeichnen zu können (im Nachhinein: naja ;-)). 
Beruflich habe ich nach der Schule erstmal einen anderen Weg eingeschlagen und Archäologe und Skandinavistik studiert, was ich inhaltlich immer noch sehr spannend finde; nur stellte ich im Studium auch fest, dass ich für wissenschaftliches Arbeiten wohl etwas zu chaotisch bin. Mit etwa 22 habe ich dann auch erst wirklich herausgefunden, dass Fantasy-Illustration selbst ein Berufsweg sein kann und mir in den folgenden Jahren durch Online-Ressourcen und Kontakt zu Künstler*innen in diesem Bereich das nötige Handwerkszeug angeeignet.“


Wann stand für dich fest: „Das möchte ich den Rest meines Lebens machen“?
„Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob das im beruflichen Sinne schon feststeht – jedenfalls hat es schon 4-6 Jahre gebraucht, bis meine Selbstständigkeit gut genug lief, um nicht von ständigen Geldsorgen begleitet zu sein, und diese Jahre waren natürlich auch immer von Zweifeln durchzogen, ob ich das Richtige mache. Inzwischen ist das natürlich nicht mehr so ein Thema, aber das ist ja auch keine Garantie, dass es für immer so weitergeht. Dass ich immer zeichnen werde oder zumindest solange es körperlich möglich ist, steht wahrscheinlich außer Frage und stand schon im Teenageralter fest. Aber was und unter welchen Umständen, das kann ich noch gar nicht genau sagen.“

Wie sieht dein Arbeitstag für gewöhnlich aus?
„Ich lasse mich zwischen halb 7 und halb 8 von meinem Hund zum Aufstehen überreden und gehe erstmal eine Runde spazieren und Tiere versorgen, bevor ich Kaffee mache und zwischen 8 und halb 9 ins Büro gehe, das ganze 10 Meter von meinem Wohnhaus entfernt ist. Morgens bis 11/12 bin ich meistens am konzentriertesten und nutze die Zeit für aufwendigere Arbeiten und tatsächliches Zeichnen und Malen, während mittags und nachmittags häufig eher administrative Aufgaben oder kleinere Anpassungen erledigt werden (es sei denn, mein morgendlicher Flow hält durch den Mittag durch, manchmal kommt das vor). Feierabend mache ich meistens zwischen 17 und 18 Uhr, auch abhängig davon, was gerade wie dringend fertig werden muss. Manchmal wird es später, aber dass ich nach 20 Uhr noch arbeite, ist eine echte Ausnahme geworden. Ich bin mit diesem frühen Rhythmus wohl aber eine ziemliche Ausnahme im kreativen Bereich, habe ich mir sagen lassen :-)“

Wer sind deine großen Vorbilder?
„In Sachen zeichnerischer Qualität sind auf jeden Fall Ilse Gort, Micah Epstein und Marko Djurdjević ganz oben mit dabei.“ 

Hast du ein Traumprojekt, das du schon immer umsetzen wolltest?
„Ein Point & Click Adventure mit ganz verspielt-detaillierten Hintergründen ist etwas, das ich seit ein paar Jahren unbedingt mal machen möchte.“

Hast du einen Tipp für alle angehenden Illustratoren da draußen?
„Ja, sucht Kontakt zu erfahrenen Kolleg*innen und redet mit uns! Tatsächlich sind viele Einsteigerfragen schnell beantwortet, und wir haben z.B. auf Facebook aktive Communities um uns gegenseitig unter die Arme zu greifen. Wir haben alle gleich angefangen und teilen unsere Erfahrungen gern, also keine falsche Scheu. Auch eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten von einem Profi aus der Branche kann zum geplanten Berufseinstieg wirklich hilfreich sein.“

Vielen Dank für das Interview, Elif!

Mehr über Elif und ihre Arbeiten findet ihr auf www.elifsiebenpfeiffer.de.

Klingenherz – jetzt im Handel!

Der Betreff sagt alles: Klingenherz, der Auftakt zu meiner neuen Fantasyreihe Die Ritter von Danmor, ist jetzt erhältlich!

*

Vor Jahrhunderten wurden die dämonischen Nachtlinge in die Schatten des Königreichs Danmor verbannt …

Doch nun mehren sich die Gerüchte, dass sie sich wieder erheben und ihre dunkle Magie erstarkt.

Breoni träumt davon, Ritterin zu werden und ihre Heimat vor der aufziehenden Bedrohung zu beschützen. Doch welche Chance hat sie als Tochter armer Dörfler?

Als sie der legendären Ritterin Keswyn von Ulforth begegnet, ihrer Heldin seit Kindertagen, sieht sie ihre Gelegenheit gekommen, sich zu beweisen.

Doch Keswyn hat andere Sorgen: Danmors Kronprinz wurde ihrer Obhut entrissen – und die Ritterin hat geschworen, ihn zu befreien, koste es, was es wolle. Ihre Spur führt sie in den Endlosen Wald, einen Ort voll tückischer Magie und tödlicher Kreaturen.

Breoni, die nahe des Waldes aufgewachsen ist, stellt sich ihr als Führerin zur Seite. Gemeinsam nehmen sie die Verfolgung auf. Noch ahnt Breoni nichts von den Schrecken, die sie in den Tiefen des Waldes erwarten – oder dem Geheimnis, das Keswyn hütet.

Eines jedoch wird ihr schnell klar: Jeder Traum hat seinen Preis …


Ihr könnt das Buch hier kaufen:

als eBook
als Taschenbuch
als Hardcover

Manche Dinge brauchen mehr Zeit als geglaubt, andere Dinge brauchen verdammt nochmal noch viel mehr Zeit als geglaubt.

Die erste Fassung von Klingenherz hatte ich bereits im Februar beendet, nach nur knapp drei Monaten Arbeit – Lichtgeschwindigkeit für meine Verhältnisse.

Das Lektorat lief wie immer recht zügig (danke, Lara!) und bald ging es nur noch darum, die Änderungen zu übertragen und das Buch noch ein-/zweimal durchzulesen, um die letzten Fehlerchen zu beseitigen.

Ich war aufgeregter als bei jedem anderen meiner Bücher – außer vielleicht dem allerersten. Immerhin war die letzte Romanveröffentlichung (Das Zepter des Dritten Mondes) buchstäblich JAHRE her.

Aaaaber … das Leben ist das, was passiert, während du andere Pläne machst. Denn dann kam Lilly – unsere tapfere, unerschütterliche, wunderschöne Tochter Liliana Rosa – an einem kalten Tag im März auf diese verrückte Welt. Und an Arbeit war erstmal nicht zu denken.

Alle Eltern unter euch kennen diese Zeit: alles ist neu, alles ist aufregend. Man lernt einen Menschen kennen, mit dem man eigentlich schon seit neun Monaten gelebt hat – in meinem Fall eher sekundär, denn die brandheißen News zum Entwicklungsverlauf („Sie ist nun schon so groß wie eine Aubergine/Honigmelone/Wassermelone… Ich glaube es wird ein Medizinball…“!) kamen ja eher von meiner Frau.

Der Alltag muss neu strukturiert werden; die Nächte sind kurz, das Nervenkostüm zuweilen hauchdünn und die Tage rasen nur so dahin.

Und als wäre ein Neugeborenes nicht schon Herausforderung genug, hatten wir auch noch unseren kleinen, flippigen, abenteuerlustigen, nicht stillsitzenden Sohn Joshua daheim, und das seit einem Jahr. Quasi ein Krippenkind, das keines sein darf.

Also, ich fasse mal zusammen: Ein Neugeborenes (mit allem PiPaPo und sämtlichen Begleiterscheinungen), eine Frau, die sich noch schonen soll/muss/darf und einen wunderbaren, aufgeweckten, aber unausgeglichenen Jungen, der nun nach noch mehr Aufmerksamkeit verlangt.

Herausforderung angenommen!

Doch wie heißt es so schön? Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit Zeit … Also: neue Situation, neue Herangehensweise und vor allem eine neue Prioritäten-Liste.

Inzwischen schläft Lilly regelmäßig durch, die Krippen haben wieder geöffnet und Josh hat seiner kleinen Schwester den größten Liebesbeweis überhaupt erbracht, indem er ihr seine Schmusedecke ausgeliehen hat. Nur für ein paar Minuten, aber immerhin!

Und ich hatte endlich die Zeit, die Ruhe und die Muße (man glaubt es kaum, aber es bedarf tatsächlich von allem etwas, ich hatte es fast vergessen), das Buch in Ruhe abzuschließen – HEUREKA! Zündet Freudenfeuer an!

Klingenherz ist ein besonderes Projekt für mich – nicht nur, weil es mit so viel Freude (yeah, Lilly ist da!) und so viel Frust (Verdammte Axt, warum haben die Krippen nicht geöffnet, und WANN und WIE soll ich die Zeit finden, das verdammte Buch zu lesen? ICH WILL FERTIG WERDEN!) verknüpft war. Darüber hinaus ist es eine brandneue Geschichte mit brandneuen Charakteren in einer brandneuen Reihe. Das ist immer spannend.

Aber nun ist es geschehen, die Sterne stehen richtig, das Buch ist da – und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! Und ihr wisst ja: ich freue mich immer auf Feedback von euch.

Die Arbeiten an Buch 2 haben übrigens schon begonnen– auch das Cover ist in Arbeit. Bald gibt es also wieder was zu sehen!

Apropos „sehen“: Wer mehr über die Welt von Klingenherz und ihre nichtmenschlichen Bewohner erfahren will, findet hier fünf Auszüge aus dem Bestiarium von Danmor. Illustriert wurden sie von Elif Siebenpfeiffer, die auch das Cover des Buches gezeichnet hat:

Hornschrate
Wirrbolde
Drudenwölfe
Grailocks
Veldren

Also dann: Ich wünsche euch viel Spaß an der Seite von Breoni und Keswyn!

Klingenherz – die zweite Leseprobe!

Klingenherz, mein neuer Fantasyroman, ist so gut wie fertig!

Gestern habe ich den Probedruck des Buches bestellt, um es auf die letzten Fehlerchen zu testen. Es ist also nur eine Frage von Tagen bis zur Veröffentlichung. (Bevor ihr fragt: Die Bücher aus dem Bild oben sind übrigens nur Mockups, kommen dem fertigen Produkt aber schon sehr nahe.)

Um euch die Wartezeit zu versüßen, gibt es hier eine weitere Leseprobe in Form des dritten Kapitels. Viel Spaß!

(Die Leseprobe von Kapitel eins findet ihr übrigens hier.)

(„Klingenherz – die Ritter von Danmor“ erscheint in Kürze. Falls ihr das noch nicht getan habt, könnt ihr euch hier in meinen Newsletter eintragen und ihr erfahrt sofort, wenn das Buch im Handel ist.)

Zu Gast im Storyville-Podcast!

Gestern war ich zu Gast in Konstantin Georgious Storyville-Podcast. Es ging um die Freuden des Indieautoren-Daseins, wie man am ineffektivsten Spielbücher schreibt, den Wahnsinn hinter den Kulissen des deutschen Privatfernsehens, meinen neuen Roman „Klingenherz“ – und, und, und.

Hört doch mal rein!

Das Bestiarium von Danmor: Veldren

Bleich wie der Mond, tödlich wie eine Klinge.

Klingenherz – mein neuer Fantasyroman – erscheint demnächst. Bevor es in den nächsten Tagen die ersten Leseproben gibt, folgt hier nun der vorerst letzte Eintrag im Bestiarium von Danmor, wiederum wunderbar illustriert von Elif Siebenpfeiffer:

Von allen Nachtlingen in Danmor gelten die Veldren als der älteste Feind der Menschen – von dem Moment an, als die Alten Klans das spätere Königreich besiedelten.

Die Veldren, so scheint es, waren schon immer in Danmor heimisch gewesen, zumindest reicht ihre Geschichtsschreibung tausende von Jahren zurück. Sie sind eines der wenigen Nachtlingsvölker, das eine echte Kultur hervorgebracht hat: Sie besaßen eigene Schriftsysteme und eine zentrale Regierung mit einem Rat von Hohepriestern an der Spitze. Als die Menschen noch in Höhlen lebten, bauten sie schon Städte und Paläste. (Dabei hält sich stetig die Theorie – so ketzerisch sie auch sein mag – dass es sich bei den Veldren um Vorfahren der Menschen handelt, die durch die Magie der Nebelwelt verändert wurden. Natürlich bestreiten beide Seiten diese These vehement.)

Viele Veldren waren magisch begabt – ihre Magier wurden von der übrigen Bevölkerung als heilig verehrt, und galten als gleichgestellt mit ihren Priestern. Ihr Volk ist extrem langlebig: so gibt es Geschichten über Veldren, die vierhundert Jahre alt und noch älter waren.

Sie waren bekannt dafür, das Blut von Tieren zu trinken – und das von Menschen. Letzteres brachten sie ihren fremdartigen Mondgöttern als Blutopfer dar.

Konnten sich die Alten Klans und die Veldren zunächst noch zähneknirschend darauf einigen, sich das Land zu teilen, gab es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder regional begrenzte Konflikte zwischen beiden Parteien. Schließlich, so wissen die menschlichen Gelehrten zu berichten, setzten sich die Veldren-Anführer vor gut dreihundert Jahren über die alten Verträge hinweg und erklärten den Menschen offen den Krieg, um ihre unliebsamen Nachbarn zu vertreiben – oder, wenn nötig, auszulöschen.

Die Nachtkriege begannen, eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des Königreichs. Vier Generationen lang bekämpften sich Menschen und Veldren bis aufs Blut, wobei letztere andere Nachtlingsvölker als Mitstreiter um sich scharten. Die Pausen zwischen den Schlachten dauerten nur wenige Jahre, dann ging das Gemetzel weiter.

Veldren-Magier verdunkelten den Himmel, während ihrer Krieger auf Drudenwölfen ausritten, um Männer, Frauen und Kinder der Menschen zu ermorden. Es war ein Blutbad, in dessen Verlauf die Städte beider Parteien in Schutt und Asche gelegt wurden.

Doch trotz all ihrer Macht und Magie konnten die Veldren und ihre Verbündeten nicht gegen die schiere Übermacht und Entschlossenheit der Menschen von Danmor bestehen. Sah es zunächst noch so aus, als würden die Nachtlinge den Sieg davon tragen, wendete sich das Blatt unter der Herrschaft von König Geddric I., einem charismatischen Anführer, dem es gelang, seine kriegsmüde gewordenen Vasallen mit seinem Kampfeswillen anzustecken. Gemeinsam geboten sie dem Vormarsch der Nachtlinge Einhalt – und durchbrachen schließlich deren Verteidigungslinien. Der Rauch der Scheiterhaufen verdunkelte den Himmel, als die Krieger von Danmor den Tod in die Reihen ihrer Feinde trugen.

Bald wurde den Veldren klar, dass sie ihre Auslöschung riskierten, wenn die Kampfhandlungen andauerten – und selbst, wenn sie kapitulieren, würden die Menschen sie jagen und vernichten.

So fassten ihre Priester und Magier einen verzweifelten Plan: Um zumindest den Rest ihres Volkes zu retten, würden sie in die Nebelwelt übersiedeln – jene chaotische Sphäre, aus der alle Magie entstammt. Als die Menschen die letzten Bollwerke der Veldren stürmten, fanden sie nur leere Hallen vor.

Was aus den Veldren in der Nebelwelt wurde, ist nicht bekannt – ebenso wenig wie die Frage geklärt wurde, in welcher Gestalt sie in jener formlosen Dimension überleben konnten. Wenn überhaupt.

Ihre verwaisten Siedlungen und Paläste wurden dem Erdboden gleichgemacht, ihre Mondtempel niedergerissen und die Ruinen mit Salz bestreut. Nur in den tiefsten Tiefen des Endlosen Waldes sind noch einige ihrer alten Stätten erhalten geblieben.

Nur wenige Veldren haben es abgelehnt, sich dem Exodus ihres Volkes anzuschließen. Sie blieben in Danmor und versteckten sich in den Schatten vor menschlichen Jägern. Doch haben sie den Gedanken an Rache noch lange nicht aufgegeben …

(„Klingenherz – die Ritter von Danmor“ erscheint in Kürze. Falls ihr das noch nicht getan habt, könnt ihr euch hier in meinen Newsletter eintragen und ihr erfahrt sofort, wenn das Buch im Handel ist.)