Vayu: Neues aus dem Wolkenmeer

Vayu-Logo

Es ist – nach langer Abstinenz – mal wieder Zeit für ein paar Neuigkeiten zu unserem Animationsprojekt Vayu.

Das letzte Mal, als ich euch etwas von dem Film zeigen konnte, waren es grau-in-graue, marionettenhafte Gestalten. Das hat sich inzwischen geändert. Die Mannschaft der Ea hat nicht nur Farbe bekommen – sondern auch Schuppen, Poren und Haare.

Was ihr hier seht, sind Schnappschüsse aus dem ersten Drittel des Films. Sie sind noch immer nicht final, geben euch aber ein sehr gutes Bild davon, wie Vayu letztlich aussehen wird.

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Vayu: Crew vollzählig angetreten, plus Inhalt

Unser Animationsprojekt Vayu macht große Fortschritte: Mittlerweile stehen die Designs für die Hauptfiguren. Und worum geht es nun in dem Film? Lest selbst:

Irgendwo am anderen Ende des Universums: Magere Zeiten sind für die Mannschaft des fliegenden Trawlers Ea angebrochen. Seit Wochen durchstreifen sie mit leeren Netzen das Wolkenmeer. Doch gerade als sie glauben, der Hunger wäre ihr größtes Problem, begegnet ihnen das gefährlichste Raubtier von allen: Ein Drachenwal…

Besagte Mannschaft setzt sich aus drei Kreaturen zusammen. Den Käpt´n habe ich euch schon im letzten Artikel zum Thema vorgestellt, aber mittlerweile hat der gute Mann ein kleines Update erhalten:

Die „Seepocken“ auf der Jacke sind ein brillantes Element, das es so im Skript gar nicht gab – dieser Typ hat eindeutig eine Menge Zeit abseits vom Festland verlebt. Vielleicht habt ihr auch das Wesen auf seiner Schultern bemerkt. Auch dieses Element kam im Skript nicht vor, wird aber seinen Weg in den fertigen Film finden (hoffe ich!). Dazu Designer Colin Winkler:

Das kleine Ding auf seiner Schulter, dachte ich, sei ein „Luft-Krebschen“, das in der Pockenschale sein Zuhause gefunden hat. (…) In manchen Situationen lugt es hervor und blickt misstrauisch zum großen Kapitän-Ding.( …)
Es nimmt die Position des „tierischen Begleiters“ ein. Dieser verleiht einer Geschichte und dem Protagonisten einen liebenswerten Charakter, ohne zu kitschig zu werden.

Als nächstes haben wir da den Harpunier, welcher die große Steampunk-Kanone an Bord des Trawlers bemannt. Diese schießt abwechselnd metallene Netze – oder mörderisch scharfe Harpunen.

Colin zum Design:

Die Kleidung habe ich den Seefahrern und Hafenarbeitern der 1850er nachempfunden. Die Tätowierungen sollen an die Stammeszeichen der ozeanischen Völker erinnern und sind eine kleine Hommage an den Harpunier „Queequeg“ des Moby-Dick-Romans.

Zuguterletzt kommt der Steuermann. Dieser hat im Verlauf der sechs Skriptfassungen die deutlichsten Metamorphosen durchlebt. Im Originalskript stand:

DIE FISCHE fliegen an der Reling vorbei. Dort steht DER STEUERMANN: ein vierarmiges Alien, in quasi-viktorianische Kleidung gehüllt, eine Schutzbrille auf die Stirn gezogen.

Daraus wurde in der finalen Fassung:

DER STEUERMANN – ein Alien in einem quasi-viktorianischen Taucheranzug, durch dessen Sichtglas man zwei flatterig blinzelnde Augen sieht – gehorcht, dreht DAS RUDER hin und her. Er ist ein hektischer Typ, zitterig.

Wie ihr seht, wurden dem Ärmsten zwei Arme amputiert, um ihn leichter animieren zu können. Zwischendurch wurde auch kurz erwogen, ihn zu einem geleeartigen Alien zu machen, mit einem transparenten, comichaft fetten Körper.

Aber auch davon sind wir schnell abgekommen: Hunger ist ein echtes Dilemma für unsere Crew und ein fetter Steuermann untergräbt diesen Eindruck ein bisschen. Zumal der Film auf jeglichen (irdischen) Dialog verzichtet, es gibt also keine großen Erklärungen, außer den Bildern selbst.

Hier ist nun unser neuer, zweiarmiger Steuermann, der mir viel besser gefällt als alle geleeartigen Aliens dieser Galaxis:

Dazu Colin:

Sein Anzug soll an die Taucheranzuge des 19. Jahrhunderts erinnern, wie sie auch in Romanen von Jules Verne beschrieben werden. Lustiges Merkmal: Große, glubschige Augen, die gut Gefühle wiedergeben können und von der Mundpartie separiert sind. Die kleine Luke an der Front des Anzuges ist übrigens eine richtige „Futterluke“.

Der Film spielt in einer Welt, in der kein Festland existiert, nur Wolken, Wolken und noch mehr Wolken. Mehr zum Look des Planeten und seiner Fauna erfahrt ihr demnächst, aber zumindest mit einem Vertreter der vayu´schen Tierwelt wollte ich euch schon bekannt machen: Der allseits gefürchtete Drachenwal. (Oder Luftwal, wie es in der Skript- und Planungsphase noch hieß. Doch das klang eindeutig zu nett.)

Der Stoff aus dem die Alpträume sind. Großartig!

Die multiplen Kiefer sind ebenfalls eine Idee von Colin. (Gold wert, der Mann, ich kann es nicht oft genug betonen.) Hier sieht ihr eine kleine Studie zu diesem Designelement:

Tja, eigentlich hatte ich gehofft, euch auch eine Darstellung des Trawlers zeigen zu können, allerdings ist diese gerade noch in Arbeit. Also: Bis zum nächsten Mal!